Geschichtlicher Abriss

von Elmar Gschwind, Fautenbach

 

Im Jahr 1936 wurde durch die Orgelbaufirma Hess, Karlsruhe-Durlach, in die Kirche St. Christina (Alte Kirche) Fautenbach eine zweimanualige elektro-pneumatische Orgel eingebaut. Sie hatte eine für die damaligen Verhältnisse umfangreiche Disposition.

Nachdem die neue Kirche St. Bernhard auf dem Eichberg im Jahr 1956 errichtet und eingeweiht worden war, übernahm man die Orgel aus der alten in die neue Kirche. Im Zuge dieser Maßnahme wurde das Instrument von der gleichen Firma erweitert und ergänzt. Sie verfügte jetzt über 33 Register.

Im Laufe der folgenden 25 bis 30 Jahre wurde die Orgel jedes Jahr durch die Firma Pfaff, Überlingen, gewartet. Trotzdem ergaben sich mehr und mehr Probleme, vor allem mit der Stimmung und der Mechanik. Bereits im Jahr 1984 empfahl der damalige Bezirkskantor in einem Gutachten, die Orgel stillzulegen und ein neues Instrument anzuschaffen. Entgegen diesem Rat bevorzugte man damals, sicherlich aus Kostengründen, eine Generalüberholung, die allerdings wenig fruchtete. Gerade einmal noch zehn Jahre konnte die Orgel weiter benutzt werden.

In den frühen 90er-Jahren entschloss sich dann der Pfarrgemeinderat, eine neue Orgel anzuschaffen. Diese wurde von der Orgelbaufirma Matz & Luge unter Verwendung von Windladen und Pfeifen eines gebrauchten Instrumentes (Mann/Laukhuff-Orgel von 1974 aus der evangelischen Stadtkirche Weinheim) errichtet.

Sie wurde als eine Art "Musikinsel" ebenerdig an der linken Seite der Kirche in der Nähe des Altares erstellt und am 19. Oktober 1997 feierlich eingeweiht. Damit soll ermöglicht werden, dass die Gemeinde Kirchenmusik ganz bewusst als wesentlichen Teil des Gottesdienstes erleben kann.

 

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